"Rösler: Gründung im Nebenerwerb bietet große Chancen" (BMWi-Pressemitteilung)

Studie zum Thema "Gründungen im Nebenerwerb" veröffentlicht (26.11.2013)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat heute die Studie
"Beweggründe und Erfolgsfaktoren bei Gründungen im Nebenerwerb
" veröffentlicht.


Die Studie untersucht die Charakteristika, Motive, Hemmnisse sowie den Erfolg von
Gründungen im Nebenerwerb auf Basis einer breit angelegten Befragung von 1.200
Teilnehmern.

 

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler:
"Existenzgründungen setzen neue, innovative Ideen in die Praxis um. Sie sind wie eine
"Frischzellenkur" für unsere Wirtschaft und beleben den Wettbewerb. Die
Ergebnisse der Studie zeigen, dass auch eine Gründung im Nebenerwerb große
Chancen bietet. Mit überschaubarem finanziellem Risiko kann es gelingen, sich ein
zweites Standbein zu schaffen und dieses zu einem späteren Zeitpunkt in eine
Selbstständigkeit im Haupterwerb umzuwandeln. Auch ein gradueller Einstieg in die
Selbstständigkeit kann für Gründerinnen und Gründer eine geeignete Option sein.
Existenzgründungen schaffen Arbeitsplätze und sind für Fortschritt und
Wettbewerbsfähigkeit entscheidend. Sie sichern damit die Grundlage für Wohlstand
und Wachstum in Deutschland und Europa."

 

Die zentralen Ergebnisse der Studie sind:

 

  • 59 % der Gründungen erfolgten 2012 im Nebenerwerb. Dabei investieren
    Nebenerwerbsgründer einer Hochrechnung der Studie zufolge jährlich rd. 4,5
    Mrd. Euro und schaffen 370.000 Arbeitsplätze. Nebenerwerbsgründer sind
    somit eine relevante gesamtwirtschaftliche Größe.
  • Nebenerwerbsgründer sind im Haupterwerb überwiegend Angestellte und
    überdurchschnittlich häufig weiblich. Der Anteil der Gründerinnen lag bei
    49 % und damit deutlich über dem Frauenanteil aller Gründungen.
  • Nebenerwerbsgründer verfügen über hohe formale Bildungsabschlüsse (Abitur
    oder Fachabitur und/oder [Fach-] Hochschulabschluss).
  • Gründungen erfolgen zumeist in unternehmensnahen Dienstleistungen wie
    Unternehmensberatungen oder Werbeagenturen, in den Bereichen Unterricht,
    Kultur und Medien sowie IT-Dienstleistungen.
  • Als Motive für die Gründung dominieren ebenso wie bei einer Gründung im
    Haupterwerb die Nutzung der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen und die
    Verwirklichung einer Geschäftsidee. Die sozialversicherungspflichtige
    Beschäftigung bietet dabei eine finanzielle Absicherung, die das Risiko der
    Gründung reduziert. Gerade Frauen bietet diese Form der Gründung eine gute
    Möglichkeit zum Wiedereinstieg in den Beruf und für die Vereinbarkeit von
    Familie und Beruf.

Hemmnisse werden vor allem in der zeitlichen Doppelbelastung durch die erste
Erwerbstätigkeit gesehen. Wichtige Faktoren für das Gelingen der
Nebenerwerbsgründung sind daher Organisationsfähigkeit sowie Selbst- und
Zeitmanagement und das Aufstellen eines Businessplans.

  • Die Zufriedenheit der Nebenerwerbsgründer ist hoch: Rund 80 % der Gründer würden sich wieder selbstständig machen und 67 % auch wieder im Nebenerwerb. 14 % würden sofort im Haupterwerb gründen. Ein Viertel der Nebenerwerbsgründer plant zudem einen Wechsel vom Neben- in den Haupterwerb.

 

Die Studie wurde vom Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier
("inmit") in Zusammenarbeit mit der Universität Trier erstellt.

 

Die Studie finden Sie hier Link >>

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"Warum Frauen erfolgreicher gründen"
| ZEIT ONLINE

Studie zum Thema
"Gründungen im Nebenerwerb"

| BMWi Pressemeldung

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